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Schutzdienst

Ausbildung

Schutzdienst: die ersten Schritte von "Zorro" ( Hunter von der Widenau )
Zu Unrecht hat der Schutzdienst in weiten Kreisen der Bevölkerung einen schlechten Ruf. Die Meinung ist, dass Hunde scharf gemacht werden, auf Menschen gehetzt werden und dergleichen. Eine richtig aufgebaute Ausbildung im Schutzdienst für den sportlichen Bereich, geht immer über den Beutetrieb. Die Beute für den Hund, ist der Ärmel des Helfers und nur an diesem ist der Hund interessiert. Mit diesem Ärmel wird der Hund auch bestätigt, in dem er ihn nach getaner Arbeit vom Platz tragen darf.
Über das richtige Alter, um mit dem Schutzdienst anzufangen, darüber streiten sich die Gelehrten. Die einen sind der Meinung, nicht vor 1 jährig, andere vertreten die Meinung, so früh wie möglich. Ich denke, wichtiger ist, dass die Sache an einem guten Ort, sprich mit einem erfahrenen Helfer, der sich mit dem Beauci auskennt, angegangen wird.
Ich habe mich für die „frühe Variante“ entschieden und habe im Alter von 16 Wochen mit der Ausbildung begonnen. Seither gehen wir regelmässig jeden Dienstagnachmittag nach Düdingen zu Ueli Kappeler ins Training.
Bei den ersten Trainings, wurde Zorro am Rand des Übungsplatzes festgebunden. So erlebte er das Geschehen auf dem Platz hautnah mit und konnte erste Eindrücke sammeln. Nach anfänglicher Zurückhaltung, hat er sehr schnell Interesse an den Treiben vor seinen Augen bekundet. Parallel dazu wurden mit Zorro Beutespiele mit einem an einer Schnur festgebundenen Stofffetzen durchgeführt. Nach etwa einer halben Stunde war für Zorro erst mal Pause und er kam wieder in seine Box ins Auto. Nach einer gewissen Ruhezeit wurde das ganze wiederholt.
Schon bald hatte der Stofffetzen ausgedient und es wurde mit Boudins, eine Art „Beisswurst“, gearbeitet. Anfangs mit kleinen, später mit grösseren. Dabei war stets wichtig, dass der Hund nicht darauf rumkaut, sondern fest zubeisst. In dieser Zeit stand bei Zorro auch der Zahnwechsel an, worauf natürlich besonders geachtet wurde. In dieser Zeit ist jegliches Reissen an der Beute zu unterlassen. Nach dem Zahnwechsel wurde wieder mit den Boudins weitergearbeitet. Bereits in dieser Phase der Ausbildung wurde auf ein sauberes Auslassen der Beute auf Kommando des Hundeführers geachtet. Ebenso wurde Wert auf einen sauberen Triebwechsel gelegt, das heisst der Hund darf nach dem Auslassen der Beute, nicht mehr Beute fixiert sein, sondern muss vom Beutetrieb in den Wehrtrieb wechseln, da der Hund vom Helfer drängt wird.

Parallel zu der Arbeit mit den Boudins wurde die „Führerverteidigung geübt. Dazu musste ich mit Zorro in einen dunklen Geräteschuppen und musste ihn an kurzer Leine halten. Nach einigen Minuten kam jeweils Ueli mit drohender Haltung und Peitsche auf uns zu und simulierte einen Angriff. Das erste Mal gefällt diese Übung wohl keinem Junghund, mittlerweile geht Zorro aber gerne in den Schuppen und dreht dort jeweils mächtig auf, sobald Ueli in entsprechender Haltung vor ihm steht. Wäre der Boden dort nicht aus Holz, es wäre mittlerweile dort wohl eine grössere Grube entstanden. Wenn 38 kg zorniger Beauci nach vorne wollen, spürt das auch der Hundeführer nach kurzer Zeit in seinen Handgelenken. Nach jeder Übung kommt der Hund für kurze Zeit in seine Box um nach etwa einer viertel Stunde erneut an der Reihe zu sein. Die einzelnen Sequenzen werden abwechslungsweise geübt, so dass sowohl der Beutetrieb wie auch der Wehrtrieb angesprochen werden.

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